Pressemitteilung, 17.7.2019

Huml informiert verstärkt über Demenz

Bayerns Gesundheits- undPflegeministerin stellt “Demenzparcours” vor – Bereits über 350 Aktionenfür die erste Bayerische Demenzwoche im September angemeldet

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml strebt mehr Verständnis in der Bevölkerung für Menschen mit Demenz an. Dabei setzt Huml auch auf den Demenzparcours, den sie am Mittwoch im Bayerischen Landtag vorstellte.
Die Ministerin betonte: “Mit dem Demenzparcours wollen wir Menschen ohne Demenz für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz sensibilisieren und einen Einblick in deren Sinnes- und Erfahrungswelt geben.
Im Rahmen unserer Bayerischen Demenzwoche werden wir unter anderem insgesamt 10 Exemplare des Demenzparcours anschaffen.
Sie sollen auch danach sowohl pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz, professionell Pflegenden, Ehrenamtlichen sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Bayern zur Verfügung stehen und von der Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern bzw. den geplanten regionalen Fachstellen für Demenz und Pflege kostenfrei verliehen werden.”

Beim Demenzparcours können Menschen ohne Demenz den Herausforderungen nachspüren, mit denen Betroffene in ihrem Alltag konfrontiert sind. Es gibt 13 “Erfahrungsstationen”, die sich an unterschiedlichen Lebenssituationen und damit verbundener Symptomatik von Demenzerkrankungen orientieren.

Huml unterstrich: “Mein Ziel ist es unter anderem, die Lebensbedingungen und die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen weiter zu verbessern.
Dafür brauchen wir auch einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel im Umgang mit dieser Krankheit.
Deshalb wollen wir die Öffentlichkeit mit unserer ersten Bayerischen Demenzwoche vom 13. bis 22. September verstärkt über das Thema Demenz sowie Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen informieren.”

Huml fügte hinzu: “Unsere Demenzwoche stößt bereits jetzt auf sehr große Resonanz.
Bislang sind über 350 Aktionen angemeldet worden.
Langfristig wollen wir die Bayerische Demenzwoche als regelmäßige Plattform für die bayerischen Akteure etablieren.”

In Bayern leben derzeit über 240.000 Menschen mit Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Demenzkranken im Freistaat bis zum Jahr 2030 auf 300.000 ansteigt.

Huml erläuterte: “Die zunehmende Zahl von Demenzkranken ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft.
Um ihr gerecht zu werden, hat die Bayerische Staatsregierung bereits 2013 die ressortübergreifende Bayerische Demenzstrategie beschlossen.
Ein wichtiges Leitziel ist dabei, die Selbstbestimmung und Würde der Betroffenen in allen Phasen der Erkrankung zu bewahren.”

Die Bayerische Demenzwoche ist ein neuer zentraler Baustein im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Bayerischen Demenzstrategie – insbesondere des Handlungsfeldes “Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit” – und soll bereits vorhandene öffentlichkeitswirksame Maßnahmen (Bayerischer Demenzpreis, Bayerischer Fachtag Demenz sowie Wanderausstellung “Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz”) darin integrieren.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter:

https://www.demenzwoche.bayern.de

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